Nach meinem teilweisen Umstieg von Ubuntu auf OpenSUSE, was hauptsächlich Unity geschuldet ist (einen ausführlichen Beitrag dazu werde ich evtl. noch nachreichen), hier nun einige Schritte, die nach einer frischen Installation sinnvoll, notwendig oder erstrebenswert sind.

Die Anleitung wird in weiteren Beiträgen fortgesetzt, ist jedoch schon jetzt recht ausführlich / umfangreich.

Über Anmerkungen / Ergänzungen im Kommentar-Bereich freue ich mich.

Zur Anleitung gelangt ihr nach dem Klick auf den Titel…

1. root-Größe

Bei der Installation auf die root-Größe achten.
Ich hatte zwar ausgewählt, dass die vollständige Festplatte genutzt wird, aber irgendwie ist etwas schief gegangen und so standen mir am Ende „nur“ 20 Gigabyte Speicherplatz auf root zur Verfügung. Ein nachträgliches Ändern war aber ohne Probleme möglich, dazu unter 1.2 mehr.

1.2 [optional] die root Größe nachträglich auf die vollständige Größe erweitern.
Wenn 1. nicht den gewünschten Erfolg hatte oder schlicht vergessen wurde, hier die einfache Variante zum ausdehnen des Speicherplatzes auf die größtmögliche Kapazität (ACHTUNG: Änderungen an der Partition gehen immer mit dem Risiko eines Datenverlusts einher, daher: Daten sichern oder bei einem frischen System machen):

1.2.1 drückt Alt+F2 – es öffnet sich nun ein schöner Anwendungsstarter am oberen Bildschirmrand. Gebt dort nun „Partitioner“ ein und drückt Enter.
1.2.2 wählt nun /dev/system/root
1.2.3 klickt auf „Größe ändern“
1.2.4 nun nur noch „Maximale Größe“ auswählen – OK klicken und warten (das kann bis zu einer halben Stunde dauern!!)

2. Desktop Theme und Wallpaper

OpenSUSE bietet eine sehr schöne und einfache Möglichkeit, neue Themes und Wallpaper zu nutzen. Dabei wird auf einen internen Download-Manager zurück gegriffen, in welchem man nach Lust und Laune neue Themes ausprobieren kann. Dabei ist es auch möglich, die vielen angebotenen Themes nach Bewertung und anderen Kriterien zu sortieren.

2.1 Theme
Zum Ändern des aktuellen Themes drückt wieder Alt+F2 (diese Tastenkombination könnt ihr euch merken – genau wie Alt+F1 wer es etwas moderner möchte, dabei wird auf den neuen KDE Starter am unteren, linken Bildschirmrand zurück gegriffen). Gebt nun „desktop theme“ ein und drückt Enter. Es öffnet sich ein Fenster, in welchem ihr unten, rechts den Knopf „Neue Designs herunterladen“ findet. Hier könnt ihr jetzt die angebotenen Themes ansehen und dann verwenden. Das sollte selbsterklärend sein, wenn nicht hinterlasst einen Kommentar, ich werde dann die Anleitung erweitern. Das Theme meiner Wahl war zuerst TRemix und dann Androbit. Letztendlich habe ich sie in den Einstellungen kombiniert. Es ist also auch möglich, dass ihr die Vorzüge aus den einzelnen Themes miteinander verbindet und dann ein ganz frisches Theme speichert.

2.2 Wallpaper
Mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken und im Maus-Menü „Einstellungen für Desktop“ auswählen. Nun könnt ihr entweder ein Bild von eurer Festplatte auswählen oder ein neues Wallpaper aus dem Netz laden. Das funktioniert ganz ähnlich wie bei den Themes. Klickt dazu unten, rechts auf „Neue Hintergrundbilder herunterladen“ und wählt euch ein schönes aus. Ich habe hier Bluecurls gewählt.

3. YAST2 Pakete aktualisieren und ergänzen

Damit OpenSUSE auch brav immer die neuesten Pakete nutzt, aktualisieren wir diese jetzt erst einmal, bevor wir gleich noch eine Quelle für Programme hinzufügen:

Alt+F2 -> „yast“ -> Enter -> Wählt in Yast nun „Software-Repositories“

3.1 Aktualisieren
Klickt im Fenster „Software-Repositories“ unten, rechts auf „Aktualisieren“ und dann auf „Alle automatisch zu aktualisierenden Pakete jetzt aktualisieren“.

3.2 Quelle hinzufügen
Einige Programme findet man nicht in der Standard-Auswahl der Quellen und so fügen wir folgende hinzu: Packman (u.a. für die mp3 Wiedergabe, Flash u.a. zuständig). Dazu klicken wir auf „Hinzufügen“ und wählen nun „Community-Repositories“ aus. Jetzt nur noch Packman wählen und das ganze bestätigen. Fertig.

4. Maus und Touchpad

Eine der ersten Einstellungen, die ich vorgenommen habe war jene, dass die Dateien erst nach einem Doppelklick ausgeführt bzw. Ordner geöffnet werden, aber das ist Gewohnheitssache. Eine andere Option, die ich gleich setzen musste, war das deaktivieren der Klick-Funktion des Touchpads, aber auch hier ist es den individuellen Wünschen überlassen.

4.1 Maus Einstellungen
Alt+F2 -> „Mouse“ -> Enter -> „Doppelklick zum Öffnen…“ auswählen -> OK

4.2 Touchpad Einstellungen
Alt+F2 -> „Touchpad“ -> Enter -> Reiter: „Tapping“ auswählen -> Alle Ecken auf „Deaktiviert“ stellen und dann OK

5. Chromium

Mein favorisierter Browser zur Zeit ist der Open-Source Ableger von Google’s Chrome und so möchte ich ihn auch weiter auf OpenSUSE nutzen. Dank folgender Kniffe kein Problem.

5.1 Installation

Wir müssen dazu der OpenSUSE Webseite einen Besuch abstatten:
5.1.1 http://software.opensuse.org/search.
5.1.2 Gebt in das Suchfeld „Chromium“ ein und drückt auf „Suche“
5.1.3 Unterhalb von openSUSE:11.4:Contrib/standard klickt ihr nun auf „1-Klick-Installation“
5.1.4 Im sich nun öffnenden Fenster einfach auf „Weiter“ – ab jetzt ist diese Quelle auch in den Repositories und damit werden zukünftige Updates automatisch eingespielt.

5.2 Einstellungen anpassen
Im Grunde funktioniert Chromium nun schon einwandfrei, aber ich passe mir immer noch die Schriftgröße und Schriftart für eine bessere Lesbarkeit an:

5.2.1 Startet Chromium (Alt+F2 -> „chromium“ -> Enter)
5.2.2 Klickt ganz rechts auf den Schraubenschlüssel und wählt „Einstellungen“
5.2.3 Links den Reiter „Details“ auswählen
5.2.4 Jetzt auf „Schrift anpassen“ klicken.
5.2.5 Ich habe überall „Serif“ mit der Größe 14 ausgewählt – lediglich bei minimal 13

6. NumLock / Nummernblock beim Start

Eigentlich eine Kleinigkeit, die mich aber recht häufig zu ärgern wusste, da die Option zu offensichtlich war, um sie direkt zu finden 😉

Alt+F2 -> „Keyboar“ -> Enter -> unter dem Menüpunkt „Zahlenblock beim KDE-Start“ die Option „Einschalten“ auswählen.

„Keyboar, ohne „d“, denn sonst würde das virtuelle Keyboard geöffnet werden, wir wollen aber die Settings

7. Schrift / Font Kantenglättung

Beim ersten Start von KDE schmerzten mir schon nach kurzen Texten die Augen, da die Schrift einfach zu scharf war. Das mag nun seltsam klingen, doch die schwarze Schrift auf hellem Hintergrund mit diesen sehr harten Konturen ist einfach nicht gut für die Augen. Aber es gibt zum Glück auch hier schnelle Abhilfe mit der Option Kantenglättung.

Alt+F2 -> „Fonts“ -> Enter -> beim Punkt „Kantenglättung verwenden“ die Option „Aktiviert“ auswählen.